Darüber denke ich nicht nach… oder doch?
Die gesetzlichen Krankenkassen haben 2008 einen Überschuss von 760 Millionen Euro verbucht. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, standen den Einnahmen von 161,7 Milliarden Euro Ausgaben von 160,8 Milliarden gegenüber. Damit erzielten die Kassen im fünften Jahr hintereinander ein positives Finanzergebnis. Das Ministerium wertete die Bilanz 2008 als “solide Ausgangsbasis zum Start des Gesundheitsfonds”.
Quelle – www.sat1.de
Ich… denke darüber nach:
Toll… das ist doch mal was: ein Überschuß von 760 Millionen Euro erzielt. Da haben sich sicherlich viele Sacharbeiter der gesetzlichen Krankenkassen richtig ins Zeug legen müssen. Toll…
Darum konnten die von den Gesetzlichen sicherlich nicht den Antrag meiner seit langem gehbehinderten Mutter bearbeiten, um den dazu nötigen “Buchstaben” für nötig gewordene Krankentransporte zu bekommen. Nicht so toll…
Sicher wurde darüber auch übersehen: daß der bewilligte Rollstuhl meiner gehbehinderten Mutter (drei Bypässe im Bein – funktionieren alle nicht) viel zu schwer ist, den mein – mit Krebs belasteter Vater – nicht einen Meter schieben kann. Den… mit meiner Mutter drin… schiebt niemand. Nicht so toll…
Aber… verstehe ich jetzt auch: warum meine Eltern um jegliche medizinische Versorgung und Ansprüche im hohen Alter kämpfen müssen, kaum Kraft dafür aufbringen können. Weil… die von den Gesetzlichen: Euros sammeln müssen.
Ich? Helfen? Das wäre ein weiteres Thema: zum darüber nachdenken. Ich… lebe heute in München (kein Hartz, kein Job, kein Konto mehr, keine Krankenversicherung – 47 Jahre alt – kreppieren vorprogrammiert). Meine Eltern leben in Berlin…
Nichts ausser mir? Helfen? Wieviel soll ich noch nachdenken? Klaro… meine Schwester. Die… hat selbst den Kopf voll. Die Maßnahme der ARGE ist ausgelaufen und die Miete – nach Jahren bezahlter Miete – ist denen urplötzlich um 100 Euro zu teuer. Sie muß raus. Ganz nebenbei macht ihr mein Neffe Probleme. Die Schule hat einen hoch begabten und talentierten jungen Mann: zum geistigen Mutanten verbogen. Ja, sie kümmert sich… um meine Eltern, um meinen Neffen und um sich, den EX – der in England rumgammelt.
Ach, ja… nachdenken…
Ich… bin gelernter Raumausstatter, viel zu weit weg von zu Hause und einem Leben in Würde und Selbstbestimmung. Meine Eltern haben ihr lebenlang gearbeitet. Meine Schwester könnte ihr Leben locker meistern – ohne ARGE und Formeln wie 40+X, idiotischen Maßnahmen… wo sie “Rollstühle” für Afrika zusammenschrauben mußte. Mein Neffe… ist ein toller Kerl, war nur in der falschen Schule – geprägt auf die Blödheit, die Deutschland heute Standard nennt.
Satire? Das ist keine Satire – das ist Realität: eine Durchschnittsfamilie des Mittelstandes – eine von millionen in Deutschland. Das ist… Realität.
Nachdenken?… damit mache ich mal lieber Schluß… für Heute. Sonst könnte ich noch vor lauter Nachdenken – auf den Trichter kommen – zur Gewalt aufzurufen: das ich natürlich !! nicht !! mache… da ich an dieser Stelle aufgehört habe… nachzudenken.