Auf bayerischen Feldern sollen 2008 mehr Gen-Pflanzen wachsen als im Vorjahr. Bislang sind 40 Standorte mit einer Gesamtfläche von 114 Hektar angemeldet. Das ist der Spitzenwert für die alten Bundesländer. Die Gen-Felder der bayerischen Landwirte befinden sich fast ausschließlich in Unterfranken, vor allem in den Landkreisen Kitzingen und Würzburg. Daneben findet Gentechnik-Anbau vor allem auf staatlichen Versuchsgütern in Poing, Puch, Manching und Kaishaim statt. Nach Ansicht des Umweltinstituts München macht sich die Staatsregierung damit mitschuldig an der gentechnischen Verschmutzung. Harald Nestler, Vorstand beim Umweltinstitut München: „Mit dem Anbau von genmanipuliertem Mais auf den staatlichen Gütern stellt sich die Staatsregierung gegen die Interessen der Verbraucher und der Bauern. Damit unterstützt sie die Genkonzerne dabei, Bayern Stück für Stück zum Genstaat zu machen.“
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